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Was ist denn überhaupt ein Hilwedritsch?

In alten Überlieferungen wird erzählt, dass sich in Vimbuch und in den Wäldern rund um Vimbuch sich diese Fabelwesen herumtreiben. Kinder wurden früher aufs Feld oder in den Wald geschickt, um sie zu fangen. Jedoch nur wenigen Menschen war es bisher vergönnt, einen von ihnen zu Gesicht zu bekommen.

Hilwedritschen werden als im weitesten Sinne hühnerähnlich beschrieben. Allerdings heißt es, sie könnten ihre Flügel kaum gebrauchen, weshalb sie sich überwiegend im Unterholz oder unter den Rebstöcken aufhalten müssten. Manchmal werden Hilwedritschen auch mit einem Hirschgeweih abgebildet, ihr Schnabel wird oft als sehr lang dargestellt. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gingen Künstler vermehrt dazu über, Hilwedritschen teilweise auch als weiblich zu kennzeichnen, indem sie sie mit Brüsten abbildeten.

Hilwedritschen sollen aus Kreuzungen von Hühnern, Enten und Gänsen mit im Wald lebenden Kobolden und Elfen stammen. Als Geflügelabkömmlinge legen sie selbstverständlich Eier, die allerdings wegen der Waldgeisterherkunft während der Brutzeit wachsen.

 

Wo findet man einen Hilwedritsch?

Der Verbreitungsraum der Erzählungen von der Hilwedritsche erstreckt sich vom Pfälzerwald im Westen nach Osten über die Rheinebene hinweg bis in den südhessischen Odenwald.

Auch in der heute bayerischen Oberpfalz kommt das Fabeltier, dort unter dem Namen Ebatrietscherl bekannt, vereinzelt vor. Vermutlich wurde es im Spätmittelalter von den Söhnen der Pfälzer Kurfürsten eingeführt, als sie damals in Amberg das Regieren lernen sollten.

Darüber hinaus sind die Fabelwesen auch im oberfränkischen Fichtelgebirge unter der Bezeichnung Elvertritschla bekannt.


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